Faltenunterspritzung mit Eigenfett

Eine bisher unterschätzte Rolle in der Faltenbehandlung spielt das Eigenfett: Das Gewebe wird dabei aus Regionen des Überschusses (Bauch, Hüften, Knie) abgesaugt und zur Unterspritzung im Gesichtsbereich (oder Brust) verwendet.

Das Besondere dabei ist: es werden neben eigenem  Fett auch besondere Zellen (Stammzellen) mit transplantiert, die die Fähigkeit haben, sich in anderes Gewebe zu verwandeln. Es können also auch z.B. elastische Fasern, Blutgefäße im Zielbereich neu gebildet werden.

Dabei handelt es sich um keine wesentliche Neuheit, wird schon seit Jahren angewandt. Nur "versteht" man das (Fett-)Gewebe mittlerweile besser und weiß, wie man es (so schonend wie möglich) gewinnt, und die Methode des Einspritzens hat sich geändert.

Durch meist genügend vorhandene "natürliche Depots" kann ausreichend Material gewonnen werden. Die Gewinnung und Aufbereitung ist relativ aufwändig, deshalb auch insgesamt etwas teurer.

Das Verfahren

Meist wird ein vorhandenes, störendes Fettdepot (z.B. Bauchregion) als Spenderareal genützt, und mit einer Spezialkanüle abgesaugt. Dieses Gewebe wird gefiltert, und mit einem extra für diesen Zweck konstruierten Injektionsapparat in die zu behandelnde Region eingespritzt.

Dadurch können tiefe Nasolabialfalten angehoben werden, Lippen vergrößert oder Wangen wieder aufgefüllt werden.

Da ein Teil des transplantierten Fettes wieder abgebaut wird, ist eine zweimalige Behandlung (im Abstand von ca. 3 Monaten) empfehlenswert.